Forschung

Der Kern unserer Forschung basiert auf der Entwicklung neuer niedermolekularer Verbindungen und rekombinanter Fusionsproteine, die den Angiopoietin-Tie2-Signalweg modulieren. Dieser Rezeptortyrosinkinase Signalweg zeichnet sich durch seine Kontrollfunktionen im Gefäßsystem aus, fördert dessen Stabilität und wirkt Entzündungen und der Apoptose im Endothelium entgegen. Aufgrund seiner wichtigen Funktion in Zellen ist der Angiopoietin-Tie2 Signalweg ein wichtiger therapeutischer Angriffspunkt für eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheiten, einschließlich vaskulärer Funktionsstörungen sowie akuter und chronischer Nierenkrankheiten.

Derzeit fokussieren wir uns auf ARDS (Akutes Lungenversagen), Offenwinkelglaukom, sowie akute und chronische Nierenkrankheiten. Es gibt zwei Hauptwege, um den Angiopoietin-Tie2-Signalweg zu aktivieren, durch Analoga bzw. Mimetika des endogenen Agonisten oder durch die Hemmung von Phosphatasen, die die Tie2 Rezeptortyrosinkinase inhibieren.

Zur Identifizierung von neuen niedermolekularen chemischen Startpunkten (Hits) verfolgen wir im Rahmen einer Kollaboration mit der kanadischen Firma Cyclica einen KI-basierten Ansatz.

Zusammen mit der McMaster University in Hamilton, Ontario, Kanada befassen wir uns mit dem Krankheitsbild von Glaukom und forschen an einem Diagnostikum (GDF15). Bei GDF15 handelt es sich um einen Biomarker im Augenhintergrund, der den Gesundheitszustand der Ganglienzellen aufzeigt. Bislang gibt es keine zugelassenen Biomarker zur Detektion für Glaukom, und der Augeninnendruck ist nur ein Risikofaktor für das Glaukom.